Standards und Normen
Internationale Standards und Normen spielen im Qualitäts-Management der ambulanten Medizin eine zentrale Rolle. Da die rechtlichen Regelungen für alle EU-Mitgliedsländer über EU-Richtlinien definiert werden, ist ein internationaler Anspruch an QM-Anwendungen impliziert. Das bedeutet konkret, dass auf EU-Ebene bestimmte Standards vorausgesetzt werden.

Für Deutschland hat die Koordination der Standards DIMDI (www.dimdi.de) übernommen. Standards werden vorgegeben in vielen Bereichen. So gilt beispielsweise zum Medizinprodukte-Gesetz die Nomenklatur nach GMDNS bzw. der zukünftigen europäischen Nachfolge-Nomenklatur. Im Bereich der Qualitäts-Sicherung basieren Auswertungen auf den ICD-Katalog. Für die internationale Vergleichbarkeit kann in der Terminologie beispielsweise SNOMED (www.snomed.org) eingesetzt werden.

Für die datenbasierte Kommunikation und Speicherung selbst werden professionelle Datenmodelle vorausgesetzt. Dazu geeignet sind beispielsweise Standards der Medizininformatik wie HL7 und DICOM. In dem seit mehreren Jahren laufenden IHE-Projekt (Integrated-Healthcare-Enterprise) werden die verschiedenen Standards in praktische Anwendungen implementiert und evaluiert.

Ein QM-System sollte die Kompatibilität zu allen internationalen Standards gewährleisten und damit ein breites Fundament für zukünftige Weiterentwicklungen bilden.